Am diesjährigen Karfreitag (3. April) erklingt in der St. Blasius-Kirche eines der eindrucksvollsten Werke der geistlichen Musik: Johann Sebastian Bachs Johannespassion. Dem 1724 in Leipzig erstmals aufgeführten Werk liegt die Leidensgeschichte Christi nach dem Johannesevangelium zugrunde.
Im Wechsel von Evangelienbericht und Chören, meditativen Arien und bekannten Chorälen entsteht ein musikalisches Geschehen von großer Ausdruckskraft. Die Rezitative des Evangelisten und die Turba-Chöre nehmen die Zuhörenden mit hinein in das aufwühlende Geschehen der Passion, während die Arien und Choräle Raum für persönliche Betrachtung und innere Einkehr geben. Die Christusworte mit ihrer besonderen klanglichen Aura verleihen dem Werk seine spirituelle Tiefe.
Die Aufführung zur "Sterbestunde Jesu" um 15 Uhr greift bewusst die liturgische Tradition des Karfreitags auf und lädt dazu ein, innezuhalten und das Passionsgeschehen musikalisch nachzuvollziehen.